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Zum 58. Mal pilgerten die Trachtenvereine des Gauverbandes I nach Maria Eck Trotz des unwirtlichen Wetters mit Wind und Dauerregen waren am Sonntag früh an die 2500 Trachtlerinnen und Trachtler aus 107 Vereinen des Gauverbandes I in ihren Festgewändern nach Siegsdorf gekommen, um gemeinsam mit dem Siegsdorfer Pfarrer Thomas von Rechberg auf den „Ecker Berg“ zur Wallfahrtskirche Maria Eck zu pilgern. Auch die Böller der Berchtesgadener Weihnachtsschützen, die jeden der Vereine mit einem Ehrensalut begrüßten, schafften es nicht, die ungemütlichen Nebelschwaden und Regenwolken zu vertreiben, sodass auch die Wallfahrtskirche und alle verfügbaren „wasserdichten Nischen“ rund um die Kirche und den Freialtar dicht besetzt waren. Bruder Christian, der neue Guardian des Klosters und sein Vorgänger Bruder Leopold begrüßten die Wallfahrer unterhalb des Klosters mit Weihwasser und herzlichen Worten. „Jeder Tropfen ist ein Kuss vom Himmel“, meinte Bruder Christian schelmisch und freute sich über die „Sturheit“ der Chiemgauer, auch bei solchem Wetter ihren Traditionen zu folgen. 2. Gauvorstand Sebastian Gasteiger aus Bad Feilnbach erinnerte an die Ursprünge der Wallfahrt und betonte die Bedeutung des gemeinsamen Wallfahrens zur Stärkung der Gemeinschaft und als Kraftquelle für die weitere Arbeit. Er forderte die Wallfahrer, darunter auch Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm, stellvertretender Landrat Georg Klausner, die Landtagsabgeordneten Anton Kern und Roland Richter sowie viele Trachtenkameraden aus den benachbarten Gauverbänden, herzlich auf, in ihre Gebete auch die einsamen und kranken Mitbürger einzuschließen. Pfarrer Thomas von Rechberg aus Siegsdorf zelebrierte gemeinsam mit dem Guardian des Klosters Bruder Christian den Gottesdienst im Freialtar unterhalb des Klostergebäudes. Rechberg ging auf die historischen Bezüge des christlichen Glaubens zu den Bergen ein. „Der Berg gilt seit jeher als Ort der Begegnung, oben am Berg suchen wir Gott“, meinte der junge Seelsorger und lobte die Trachtenvereine für ihr öffentliches Bekenntnis zu Gott und ihre Bereitschaft „aus der Enge des Lebens heraufzusteigen zu Gott“. Viele Symbole der Trachtler, wie etwa Gamsbart und Adlerflaum deuten auf die Beziehung der Menschen zu den Bergen hin und erinnern an die „luftigen Höhen“ zu denen Gott den Menschen geschaffen hat meinte der Pfarrer und ermunterte die Gläubigen diesen Glauben auch weiterhin zu leben und an die kommenden Generationen weiterzugeben. Nicht einfach hatten es auch die Mitglieder der Musikkapelle Vogling-Siegsdorf unter der Leitung ihres Dirigenten Hans Mitterer, die bei strömendem Regen den Gottesdienst musikalisch umrahmten. Gauvorstand Peter Eicher aus Weißbach betonte in seiner Ansprache, dass diese Wallfahrt nicht nur guter Brauch ist, sondern auch ein deutliches Bekenntnis zur Heimat und zum christlichen Glauben darstellt. Die Teilnahme so vieler Jugendlicher stimme ihn zuversichtlich für den Fortbestand der traditionellen Brauchtumspflege, meinte der Gauvorstand und hob seine Vorgänger und alle jene hervor, die in den 125 Jahren seit Gründung der ersten Trachtenvereine ihre Freizeit zum Erhalt der bayerischen Heimatkultur geopfert haben. Er bedankte sich ganz herzlich bei BRK, Feuerwehr und Polizei für die Absicherung der Veranstaltung und ein besonderes Lob erhielten die Verantwortlichen des GTEV Siegsdorf um Sepp Geisreiter jun. für die jährliche, perfekte Organisation dieser großen Trachtenwallfahrt seit mehr als 50 Jahren. Der gut gemeinte Wettersegen des Pfarrers kam leider zu spät. Erst gegen Ende der Messe lichteten sich die Regenwolken etwas und beim abschließenden Gedenklied vom „Alten Kameraden“ hörte es auf zu regnen. |
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