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Gauheimatabend in Aufham 2009 |
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Überlieferte Schätze heimischer Kultur vorgestellt- Viel hat der bayerische Alpenraum an überliefertem Kulturgut in Form von Tanz, Plattler Lied und Musik zu bieten. Ein Querschnitt daraus wurde beim großen Gauheimatabend des Gauverbandes I der oberbayerischen Gebirgstrachtenerhaltungsvereine in Aufham präsentiert. Dabei wurden drei Dinge deutlich: zum einen zeigte sich erneut die reichhaltige Vielfalt regionalen Gutes, zum andern war es eine Freude zu beobachten, wie sich junge Leute für die Trachtensach engagieren. Nicht zuletzt offerierte das zahlreich erschienene Publikum seine Heimatverbundenheit, denn fast jeder kam in fescher Tracht und alleine das Erscheinungsbild ließ die große Schar verschmelzen zu einer großen Trachtenfamilie. Es war eine verantwortungsvolle Ehre, die dem Trachtenverein d`Hochstaufner Aufham mit der Ausrichtung eines Gauheimatabends zuteil wurde. Freilich war ein enormer Zeitaufwand mit den Vorbereitungen verbunden. Doch die prächtig geschmückte Sporthalle mit liebevollem und ideenreichem Dekor hatte den großen Raum in einen Festsaal verwandelt und Gauvorstand Peter Eicher zollte in seiner Begrüßung den Aufhamern hohen Respekt für dieses Engagement. „Engagement“ schien als Schlagwort über dem ganzen Abend zu stehen, wie sich in den Darbietungen der einzelnen Gruppen zeigte. Zu Recht kann der Gauverband I stolz sein auf die Arbeit die in den Vereinen geleistet wird, denn in dem bunten Programm wurde vor allem wurde deutlich, was in den Trachtlern steckt und mit welchem Elan sie sich für den Erhalt der bayerischen Traditionen einsetzen. Rasant ging es in die „Offensive“ mit den Buam der Gaugruppe, die mit der Ambosspolka für einen schwungvollen Auftakt sorgten. Das was der gastgebende Verein in Bezug auf Trachtennachwuchs zu bieten hat, davon konnten sich die rund 400 Gäste im Saal in verschiedenen Programmpunkten überzeugen. Kinder- und Jugendgruppe standen bei Plattlern und Tänzen im Mittelpunkt, ein besonderes „Aushängeschild“ der Aufhamer sind die Singkinder. Ihre erfrischenden Lieder waren fröhliche Farbtupfer im dem ohnehin sehr vielseitigem Programm. Eigens für den Gauheimatabend hatten die aktiven Dirndl und Buam aus Aufham zusammen mit den Aktiven des Nachbarvereins aus Anger den Sterntanz einstudiert. Zwölf Paare bevölkerten die Bühne und die imposante Abschlussfigur stieß auf begeisterte Zustimmung der Zuschauer. Mit Auftritten der Gaujugendgruppe wurde das Programm bereichert, ihre Darbietungen waren weitere Paradebeispiele für gewachsenes Brauchtum, das es lohnt zu hegen und zu pflegen. Einige optische Schmankerl boten sich im Laufe des Abends, so waren es teils rechts pfiffige Figuren, die die Burschen bei den Plattlern sich zeigten, aber auch die Aufhamer hatten eine „Überraschung“ parat. Sie hatten einen Lichtertanz einstudiert für den eigens die Halle ins Dunkel getaucht wurde, so dass dieser Beitrag gut zur Geltung kam. „Treu der Heimat“ hieß der abschließende Spruch, der von der Trachtenjugend mit Kerzen beleuchtet wurde, und mit dieser Geste sprachen sie den Zuschauern aus der Seele. Zu den „optischen Schmankerln“ zählt auf jeden Fall die Gaugruppe. In ihren Auftritten wird nicht nur die Vielfalt der Trachten deutlich, denn die Mitwirkenden kommen aus verschiednen Vereinen. Die Dirndl und Buam zeigen vor allem Tanz und Plattler in hoher Vollendung und wenn die Dirndl beim „Drahn“ ihre Röcke wehen lassen, zieht spürbar ein straffer Wind vorbei. Musik und Gesang waren weitere wesentliche Bestandteile des Gauheimatabends. Für die Liedbeiträge waren die Stoaner Sänger aus Traunstein gekommen, ihre bekannt kräftigen Stimmen bereicherten die Veranstaltung in Aufham. Eine Instrumentalgruppe mit jungen Trachtlern aus dem Gauverband offerierte sich als talentierter Musikantennachwuchs. Eine bodenständige Formation, die seit Jahren beim Gauheimatabend für den richtigen Ton sorgt, ist die „Bockstoamusi“ aus Aufham. Das sichere Spiel von Plattlern und Tänzen fordert einiges an Erfahrung, die auch diesmal wieder deutlich wurde. Für die verbindenden Worte zwischen den Programmpunkten war Hansl Auer zuständig. Kurze Wortbeiträge, in humoriger Art und passender Dosierung sorgten für eine verbale Abrundung des Programms. So entwickelte sich dieser Gauheimatabend in seiner Gesamtheit zu einer weiteren Präsentation an bodenständigem Brauchtum, das auch in einer globalisierten Welt seinen festen Platz hat. Fast scheint es, als stellen gerade diese Werte einen „Anker“ dar in einer schnelllebigen und hektischen Zeit, in der wandelnde Einflüsse häufig den Blick für das Wesentliche trüben. Maria Horn |
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