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56. Rupertigau-Preisschnalzen in Mitterfelden Passe Siezenheim III verteidigte Wandergoaßl Ainring IV mit nur einem Punkt Rückstand wiederum Vize – Gois IV auf drittem Podestplatz Zum absoluten Winter-Großereignis 2009 in der Gemeinde Ainring avancierte am Sonntag das vom Schnalzerverein Perach ausgerichtete 56. Rupertigau-Preisschnalzen mit 119 Allgemeine Passen und 63 Jugendpassen in Mitterfelden. Mehr als 1000 Zuschauer fühlten sich verbunden mit dem heimischen Traditions-Brauchtum, das nur im bayerischen Rupertiwinkel (vergleichbar mit dem früheren Landkreis Laufen) und im Salzburger Flachgau durchgeführt wird. Die schneebedeckte Schnalzerwiese umsäumte beifallsfreudig das fachkundige Publikum, informiert über die gerade schnalzende Passe von gut sichtbaren „Aufzeigern", postiert auf einem landwirtschaftlichen Erntewagen. Die Preisverteilung unter dem schwungvollen Geleit der kompletten Musikkapelle Ainring unter Stabführung von Mathias Wiesbacher wurde in der mit Girlanden und Fahnen prächtig dekorierten Sporthalle Mitterfelden durchgeführt. Dabei galt das Augenmerk nicht nur den beiden Top-Platzierten Siezenheim III (1./185 Punkte), Ainring IV (2./184) – gleiche Platzierung wie im Vorjahr – und Gois IV (3./181), der den 2008-Dritten Maxglan II vom „Trepperlplatz" verdrängte, sondern allen 182 Passen. Alle Ränge, egal welche Positionierung, wurden lautstark bejubelt. Rund vier Stunden erstreckte sich der von der Passe Teisendorf abgeschlossene knallige Schnalzerwettstreit bei idealem sonnig-winterlichen Wetter. Nach einem von Max Ganghofer, Aufdrahrer der gastgebenden Schnalzerpass Perach, kommandierten gemeinsamen Pasch und „Durcheinander" als letztes lautes Goaßl-Stakkato wechselte man dann in der bis auf den letzten Platz besetzten Sporthalle, vielfach die jüngeren in ein eigenes Partyzelt, Immerhin hatten über 1.600 Aperschnalzer an dem Rupertigau-Preisschnalzen teilgenommen. Zunächst fanden Ehrungen statt (wie berichten noch darüber). Dann eröffneten Heinrich Waldhutter und Perachs Festleiter Franz Schweiger, verbunden mit einem herzlichen Rundumdank für das Gelingen der Großveranstaltung an alle ehrenamtlichen Mithelfer (etwa150 aus der Dorfgemeinschaft Perach) die mit Spannung erwarteten Preisverteilung. Unter den zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Brauchtum galt vor allem ein besonderer Willkommensgruß Otto Dufter aus Unterwössen, seines Zeichens seit 15 Jahren 1. Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes. Bei den Jugendpassen hieß zum vierten Mal hintereinander souverän der Sieger Ainring I (163 Punkte). Mit sichtlichem Stolz konnte Passenführer Bernhard Kerschl den schönen Krug (mit verziertem Zinndeckel), bemalt mit dem Motiv der Peracher Kirche, und die Wandergoaßl entgegennehmen. Dass man dann auf den Bänken stehend diesen Wiederholungserfolg gemeinsam mit den Trainern feierte, gehörte ganz einfach dazu und man freute sich mit der Passe Feldkirchen I, welche Platz zwei (157) belegte. Bei den Allgemeinpassen erhöhte sich die Spannung, als Schnalzervereinigungs-Vorsitzender Heinrich Waldhutter ebenfalls von hinterer Reihenfolge her jeweils die Passenführer für die Abholung der Krüge aufrief. Engelbert Rehrl, 2. Vorsitzender der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel und Franz Schweiger, 1. Vorsitzender des Schnalzervereins Perach übergaben die Krüge und Urkunden. Bei den sechs Besten waren für diese Auszeichnung zudem Schirmherr 1. Bürgermeister Hans Eschlberger und der Walser Bürgermeister Ludwig Bieringer mit von der Partie um ihre Glückwünsche zu übermitteln. Michael Huber nahm die Würdigung für die Passe Ainring IV entgegen. Nur einen Punkt weniger als Sieger Siezenheim III hatte das Team um Aufdrahrer Markus Reischl vom Preisrichtergremium erhalten, welches hinter verhängten Vorhängen in der Grundschule Mitterfelden unter Vorsitz von Peter Edfelder die Wertungen vornahm. Die Ainringer hatten insofern das Pech, dass Reinhard Dusch kurz vorher wegen einer Verletzung am Ellbogen passen musste und seinen Part Paul Althammer aus einer anderen Ainringer Passe einnehmen musste, sich aber nahtlos einfügte. Titelverteidiger Siezenheim III mit seinem Aufdrahrer und zugleich Passführer Josef Pöchtrager konnte, wie beim Vorjahressieg, in unveränderter Besetzung antreten. „Wir haben aber ganz schön gezittert, weil Ainring IV, das mehrere Passen vor uns angetreten war, zwei hervorragende Durchgänge hinlegte und wir entsprechend nachlegen mussten", meinte er. Die Reihenfolge der Auftritte auf der Schnalzerwiese war übrigens vorher ausgelost worden. Zum Abschluss stattete Ainringer Bürgermeister Hans Eschlberger Gratulation und Dank ab, wobei er die Crew von ehrenamtlichen Mithelferinnen und -helfern um Festleiter Franz Schweiger ganz besonders hervorhob, ebenso lobte er alle Schnalzerinnen und Schnalzer für die Erhalt dieses unverfälschten Brauchtums über viele Generationen hinweg. Ein Blick auf die Preisliste verdeutlichte, dass vier Allgemein-Passen aus der Gemeinde Ainring unter den besten Zwölf landeten und bei der Jugend Ainring und Feldkirchen ganz vorne souverän den Ton angaben. Im nächsten Jahr ist zum 57. Rupertigau-Preisschnalzen Maxglan Gastgeber auf dem Stieglbräu-Gelände
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