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Landkreis-Behindertentag |
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Trachtler engagieren sich für behinderte Mitmenschen – Großer Aktionstag im Festzelt im Rahmen des 119. Gaufestes Sich für behinderte Mitmenschen zu engagieren ist bei den hiesigen Trachtenvereinen kein Fremdwort. Bezeichnendes Beispiel dafür ist der Heimatabend, der im zweijährigen Turnus von Vereinen des Gebietes Reichenhall gestaltet wird. Georg Fuchs aus Karlstein hat 1981 diese Reihe ins Leben gerufen. Heuer war der Rahmen außergewöhnlich groß, denn zugleich feierten die Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe Berchtesgadener Land das 35jährige Bestehen. Gut gefüllt hatte sich das große Zelt an der Loferer Straße als Organisator Georg Fuchs die zahlreichen Gäste willkommen hieß. Unter ihnen der Landesvorsitzende der bayerischen Trachtenvereine Otto Dufter, Gauvorstand Peter Eicher und Landrat Georg Grabner. Stark vertreten waren die Delegationen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – im Mittelpunkt standen aber die behinderten Landkreisbürger und des benachbarten Salzburger Landes. Viele von ihnen hatten sich zünftig zurecht gemacht, waren im feschen Dirndl oder schneidiger Lederhose erschienen, denn schließlich war es „ihr“ Abend. Die Musikkapelle Marzoll unter Dirigent Stefan Reidl eröffnete das Programm, bevor die Trachtenjugend die Bühne zum „Auftanz“ bevölkerte. Unter der Leitung von Gauvolkstanzwartin Hildegard Kallmaier erfolgte ein langer Aufmarsch, denn die Jugendgruppe des Trachtenvereins Anger-Höglwörth und die gemeinsame Nachwuchsgruppe der beiden Reichenhaller Trachtenvereine gestaltete diesen Auftritt. Erfrischende Plattler und bekannte Tänze bereicherten im Laufe der Veranstaltung das Programm. Für die stimmlichen Einlagen waren die Höglwörther Sänger zuständig, so dass sich eine bunte Zusammenstellung ergab, bei der regionales Brauchtum präsentiert wurde. Viel Spaß hatten behinderte und nicht behinderte Besucher bei den Tanzrunden die mit eingeflochten wurden. Fröhlich drehte sich die Festgesellschaft im Walzertakt, machte Erfahrung mit dem „Boarischen“ oder ließ bei einer zünftigen Polka die Schrittfolge ein wenig schneller werden. Zwischenzeitlich kam jedoch ein wenig Besorgnis auf, ob die Veranstaltung im geplanten Rahmen ablaufen kann, denn Windböen rüttelten mächtig am Zelt und angesagte Unwetter ließen nicht Gutes ahnen. Doch „Petrus“ war den Reichenhaller wohl gesonnen, und das abendliche Gewitter ging glimpflich vorüber. So konnte dann auch unbeschwert weiter gefeiert werden. Als großen Tag der Begegnung hatten die Pidinger Werkstätten diesen Abend angesagt Mit diesem Abend bewies sich einmal mehr, dass behinderte Mitmenschen in der heutigen Gesellschaft einen festen Platz haben, sie gut integriert sind und ein harmonisches Miteinander gewährleistet ist. Bereits in den Grußworten der Ehrengäste war diese Erkenntnis deutlich geworden. Der Schirmherr des Gaufestes, Reichenhalls Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner hatte es als Ehre für die Stadt bezeichnet, dass diese Veranstaltung im Rahmen des Gaufestes durchgeführt wird. Georg Fuchs hatte für den Landkreisbehindertentag noch einen zusätzlichen Anreiz geschaffen. Auf seine Einladung hin war der Drittplatzierte bei den Europameisterschaften und mehrmalige Weltcupsieger im Viererbob Karl Angerer aus Marktschellenberg zusammen mit Bremser Gregor Bernbach in die Kurstadt gekommen. Die beiden sympathischen Sportler verteilten Autogramm und hatten einen Bob mitgebracht, da durfte dann auch Probegesessen werden. |
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