Bericht und Fotos: Gaupressewart Georg Waldinger

 

 

 

 

 

 

 

 

„Die Heimat zu pflegen und zu erhalten ist keine Aufgabe von Gestern, sondern eine immer wichtigere Zukunftsaufgabe. Dabei kommt es auf die innere Einstellung an, man muaß de Sach a leben,“  so der Landrat des Berchtesgadener Landes Georg Grabner bei der Eröffnung der Ausstellung des Gauverbandes I „Kultur unterwegs“ im Mittelbau des Kur- und Kongresshauses in Berchtesgaden, die dort noch bis zum 27. Juli zu sehen ist.

Der Initiator der Ausstellung Florian Seestaller fasste bei seiner Begrüßung die Ziele der Ausstellung zusammen: der Gauverband wolle die Trachtensache positiv darstellen, damit werde die Vielseitigkeit der Aufgaben und Funktionen der Trachtenvereine einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und Altes mit Neuem verbunden. Seestaller dankte auch den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Altötting sowie der Sparkassenstiftung für die finanzielle Unterstützung.  Besonders wies er darauf hin, dass die Ausstellung als Wanderausstellung konzipiert sei und von Vereinen ausgeliehen werden könne.

Ob Tracht , Volkstanz, Volksmusik, Theaterspiel, Brauchtum oder Platteln, der Besucher erhält einen Einblick in die unterschiedlichen Themenbereiche, um deren Pflege sich die Trachtenvereine bemühen. Aber auch Informationen über den Aufbau des Gauverbandes, der Jugendarbeit oder der Mundartpflege können in dieser Ausstellung gewonnen werden. Gauvorstand Peter Eicher brachte es in seinem Grußwort auf den Punkt: mit dieser Ausstellung zeige der Gauverband, dass er auch Neues ausprobieren wolle. Zusammen mit dem vom Gauverband herausgegebenen Jugendprospekt sowie den neu gestalteten Aufklebern wolle man Offenheit zeigen und auch Zielgruppen ansprechen, die der Trachtensache bisher nicht so nahe standen.

Ergänzt wird die Ausstellung durch die Präsentation eines Projektes von Schulen des Berchtesgadener Landes, das sich mit der Mundart beschäftigte. Die Schüler und Schülerinnen verfassten Mundartgedichte, erstellten eine CD-ROM mit Bildern, Hofgeschichten und Interviews und setzten sich mit ihrer Muttersprache auseinander. Besonders originell war die Idee, einheimische Pflanzen mit ihrem Namen, der botanischen Bezeichnung sowie dem berchtesgadener Idiom vorzustellen und mit einer Abbildung zu dokumentieren.