|
Tanzspiele: Diese Dokumentation befasst sich mit überlieferten Tanzspielen für Erwachsene, die vorwiegend in Bayern und Österreich aufgezeichnet wurden. Tanzspiele fördern die Geselligkeit, das Gemeinschaftsgefühl und das Kennenlernen
untereinander, daher zählen im weiteren Sinne auch Wechseltänze wie die Sternpolka, der Sautanz oder die Ennstaler Polka zu Tanzspielen. Wechseltänze jedoch zeichnen sich – ebenso wie andere Volkstänze - durch
überlieferte Formen und Melodien aus, während Tanzspiele in der Regel zu Rundtanzmelodien wie Polka, Walzer, Dreher oder Marsch geboten werden, wobei abweichende Spielformen durchaus möglich sind. Tanzspiele eignen sich gut
zur Auflockerung bei Faschingstänzen, aber auch als zünftige Abwechslung bei Tanz- und Plattlerproben. Einige davon bieten sich zudem als Einlagen bei Hochzeiten, Volkstanzveranstaltungen für Jugendliche und Erwachsene oder
bei Tanzseminaren an. Neben der Geselligkeit kann mit Tanzspielen auch heiter und beschwingt die Tanzfläche gefüllt bzw. geleert werden. Eine wichtige Aufgabe bei Tanzspielen übernimmt der/die Tanzmeister/in, der Vorplattler
oder der/die Vortänzer/in, denn diese müssen vorab den Spielablauf erklären und dann als „Schiedsrichter“ fungieren. Der gewisse sportliche Effekt gepaart mit schnellem Reaktionsvermögen bildet sicherlich einen
Anreiz zum Mitmachen, vor allem wenn passende Preise (z. B. Sachbücher, Liederhefte, Volksmusik CDs etc.) winken. Diese Zusammenstellung, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, soll die Brauchtumsarbeit in den
Trachtenvereinen unterstützen und dazu beitragen, ein zünftiges Kulturgut weiterhin zu fördern.
Hildegard Kallmaier Literaturverzeichnis: Erna Schützenberger/ „Spinnradl – Unser Tanzbuch“ Wolfgang Mayer/ „Aichacher Tänze“ Karl Stieler/
„A Hochzeit im Gebirg – Verse in oberbairischer Mundart von Hugo Kauffmann: Karl Stieler zu
Zeichnungen von Hugo Kauffmann”.
|
||
|
Besentanz |
||