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Griesstätter Trachtler bei Erntefest in Polen

Sehr erfreut über die Einladung der Partnergemeinde Mszana zum örtlichen Erntefest im Ortsteil Gogolowa machten sich 17 Vereinsmitglieder am Freitag, 28. August 2009 auf nach Polen. Mszana setzt sich aus den Stadtteilen Gogolowa, Polomia und Mszana selbst zusammen. Mszana liegt im süd-östlichen Teil von Schlesien, 47 km südlich von Kattowitz. Nach über 10 Stunden Fahrtzeit über Salzburg, St. Pölten, Wien, Prag, und Ostrau erreichten die Griesstätter Trachtler das Hotel Gosciniec Wodzislawski. Dort wurden sie herzlichst vom Bürgermeister Jerzy Grzegoszczyk und Gemeinderätin Wieslawa Tatarczyk-Sitek von Mszana begrüßt. Auch Gemeinderat Robert Aßmus aus Griesstätt, Dolmetscher Martin Kobiela und Jan Herzschuh, die bereits vor den Trachtlern eingetroffen sind, waren bei der Begrüßung zugegen. Als die Zimmer bezogen waren und alle sich etwas frisch gemacht hatten, wurde bei einem gemeinsamen Abendessen das Wiedersehen gefeiert und die Abläufe für die nächsten Tage besprochen. Im Foyer des Hotels tanzten und plattlten dann die sechs Trachtenpaare für die Gastgeber und die mitgereisten Begleitpersonen zu den Klängen von Vereinsmusikant Hubert Stiller. Noch lange Zeit spielte er auf seiner Ziach und leistete so einen großen Beitrag zum gemütlichen Tagesausklang.

Am Samstag nach dem Frühstück wurde dann die Bergwerksschule für Steinkohleabbau in Mszana besichtigt. Leider war an diesem Tag das Wetter sehr schlecht, so dass die geplante Stadtbesichtigung buchstäblich ins Wasser fiel. So wurde der Samstag Nachmittag im Hotel verbracht. Nach dem Abendessen folgte der Höhepunkt an diesem Tag. Ein Mitarbeiter des Hotels feierte seine Hochzeit und die Trachtler freuten sich sehr über die Anfrage, ob man sich mit einem Auftritt an der Hochzeit beteiligen möchte.  So erfreuten die Trachtler die Hochzeitsgesellschaft mit ihren Ehrtänzen und gratulierten dem Brautpaar mit einem schneidigen Auftritt. Nach dem Ehrtanz hatten die Trachtler die Ehre mit den Brautleuten und den anwesenden Hochzeitsgästen zu tanzen und wurden herzlich in die Hochzeitsgesellschaft aufgenommen. Gemeinsam wurde dann bis tief in die Nacht gefeiert.

Der Sonntag begann um 7:00 Uhr mit dem Erntedankgottesdienst in der festlich geschmückten Pfarrkirche von Mszana. Ein Chor begleitet von der Bergmannskapelle von Gogolowa sorgte für die feierliche Umrahmung des Gottesdienstes. Das besondere bei dem Erntefest ist, dass es jedes Jahr in einem anderen der drei Stadtteile von Mszana stattfindet. Dieser Ort ist dann auch für die Ausrichtung zuständig. Nach dem Gottesdienst folgte im Hotel ein ausführliches Frühstück. Die Zeit bis zum Festumzug wurde dann zu einem ausführlichen Spaziergang und zur Besichtigung der nahe gelegenen Stadt Wodzislaw Slaski und deren Pfarrkirche genutzt. In der Fußgängerzone genossen die Immagreana das schöne Wetter und die Sonne.

Nach dem Mittagessen war es dann soweit. Der eigentliche Grund dieser Fahrt stand bevor. Um 14:00 Uhr war Aufstellung zum Festzug. Festkutschen, geschmückte Traktoren mit Arbeitsmaschinen und Motivfestwägen mit Darstellung der Arbeitsabläufe des ganzen Jahres zogen zum Festplatz auf dem eine Freibühne und ein Festzelt errichtet wurden. Nach der Begrüßung der Festgäste, Ansprachen und diversen Ehrungen stand der Auftritt der Griesstätter auf dem Programm. Im Ersten Auftrittsblock wurde den Festgästen der Chiemgauer Dreher und der Gföller Marsch dargeboten. Vereinsvorstand Franz Schuster begrüßte die Festgäste und bedankte sich für die Einladung, anschließend stand er dem örtlichem Fernsehen für Fragen zur Verfügung. Nach weiteren Programmpunkten und einer Kaffee- und Kuchenpause folgte der zweite Auftrittsblock für die Trachtler. Dass der Dirndlplattler und das Mühlradl den Festgästen nicht reichten zeigten sie, indem sie auf Deutsch um „Zugabe“ baten. Natürlich ließ man sich nicht lange bitten und plattelte noch das Jagabluat und das Birkenstoana Glöckei. Nach dem offiziellen Festprogramm wurde noch gemeinsam gefeiert, getanzt und deutsch-polnische Freundschaften geschlossen und bereits vorhandene gepflegt. Als das Fest zu Ende ging traf man nach der Rückfahrt zum Hotel dort auch wieder die Hochzeitsgesellschaft vom Vortag. In Polen werden Hochzeiten über 5 Tagen gefeiert, davon die ersten beiden Tage in Gaststätten und die weiteren Tage zu Hause. So endete auch dieser Tag zusammen mit den Hochzeitsgästen die sofort nach der Ankunft im Hotel die ersten Dirndl und Buam wieder zum Tanzen holten.

Nach dem Frühstück am Montag, 31. August, folgte die Verabschiedung von den polnischen Freunden. Sie war geprägt von der Vorfreude und der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen. Die Heimreise endete für die meisten der Trachtler auf dem Rosenheimer Herbstfest.

Sepp Furtner

2009_08_28_bis_31_Erntefest

2009_08_28_bis_31_Mszana

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